Ein Ex-Bürgermeister redet Klartext. Der andere tanzt. CDU-Altbürgermeister Ole von Beust sagt dem Abendblatt: Der Elbtower „muss vollendet werden“. Der Stumpf dürfe keine Ruine bleiben — Museum rein, fertigbauen, Schluss mit dem Stillstand. Er erinnert an die Elbphilharmonie: Damals lag der Abriss auf dem Tisch. Gebaut wurde trotzdem. Jetzt soll dasselbe für Scholz’ Beton gelten.

Während von Beust den Fertigbau fordert, feiert Olaf Scholz in Berlin das Hamburger Landesfest — mit der Polit-Prominenz der Stadt, deren Turm seit Oktober 2023 tot in der HafenCity steht. Der Mann, der das Projekt 2017 in Cannes anschob, hat Zeit fürs Büfett. Für den kurzen Olaf nicht.

Von Beust kritisiert außerdem Kanzler Merz. Für Hamburg zählt etwas anderes: SPD blockt den 595-Millionen-Nachschlag, der Museumschef will den Turm nicht retten, Kühne ist tot. Und der Altbürgermeister, der vor Scholz regierte, muss jetzt erklären, warum die Ruine seines Nachfolgers nicht so stehen bleiben darf.

Quelle: Hamburger Abendblatt (9.9.2026) · Hamburg-News

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