Zwei Tage nach Tschentschers Absage schlägt die Versicherung zurück. Ein Signal-Iduna-Vorstand sagt dem Abendblatt: „Das Konsortium steht, aber die Stadt muss mitziehen.“ Scheitert der Deal, sei das „für alle eine Lose-Lose-Situation“. Die Lösung? Eine „Koalition der Willigen“ — als wäre der kurze Olaf ein Kriegsbündnis und nicht 100 Meter toter Beton in der HafenCity.
Das Konsortium um Dieter Becken, Dirk Roßmann, Signal Iduna und Adolf Lupp verhandelt seit Dezember 2024 mit Insolvenzverwalter Torsten Martini. Signal Iduna hat den Einzug des Naturkundemuseums zur Bedingung gemacht — das sagte Vorstandschef Torsten Uhlig dem NDR schon im April. Tschentscher hat gerade erklärt, dass er sich beim Fertigbau nicht mehr sicher ist und kein Steuergeld für ein „misslungenes privatwirtschaftliches Bauprojekt“ riskiert. Die Versicherung will, dass Hamburg mitzieht. Hamburg will nicht.
Kühne ist tot. Die SPD blockt Nachschlag. Der Museumschef will den Turm nicht retten. Und jetzt droht der letzte große Geldgeber mit Lose-Lose, wenn die Stadt nicht zahlt. elbtower.org hält fest: Die Willigen stehen. Der Turm nicht. Der kurze Olaf überlebt jede Koalition.
Quelle: Hamburger Abendblatt (14.9.2026) · NDR (Uhlig, April 2026)
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