Plan B hat eine Adresse und eine Zahl. Die Immobilienfirma Büll & Liedtke hat Bürgermeister Peter Tschentscher ein Angebot für das Naturkundemuseum gemacht — nicht im Elbtower, sondern am Besenbinderhof, im früheren Generali-Haus. Der NDR beziffert die Variante mit 495 Millionen Euro. Hundert Millionen unter dem städtischen Festpreis für den kurzen Olaf. Der Senat prüft. CDU und Linke sagen, das könne er nicht ignorieren.

Damit ist Tschentschers Satz vom 12. September kein Bauchgefühl mehr. Ob der Turm fertig wird, da sei er sich „nicht mehr so sicher.“ Kienscherf acht Tage später: Es gehe „nicht um die Rettung des Elbtowers“. Signal Iduna hat den Museumseinzug zur Bedingung gemacht. Jetzt liegt ein Gegenangebot auf dem Tisch, das den Turm aus der Rechnung streicht. Thilo Kleibauer (CDU) und Heike Sudmann (Linke) fordern, den günstigeren Standort nicht wegzudrücken. Ein Senatssprecher: angekommen, wird geprüft.

Ein Jahr hat Hamburg 595 Millionen für fast die Hälfte von Scholz’ Ruine hingehalten. Keine Einigung. Kein Kran. Jetzt bietet jemand 495 Millionen für ein Museum ohne Betonstumpf. Der letzte öffentliche Grund, den kurzen Olaf zu füttern, bekommt Konkurrenz — 100 Millionen Euro darunter. elbtower.org hält fest: Der Turm braucht das Museum. Das Museum braucht den Turm nicht.

Quelle: NDR (8.10.2026) · Hamburg Journal · Hamburger Abendblatt (8.10.2026)

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