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Elbtower Musterfassade in der Hamburger HafenCity

Elbtower Hamburg · Bauruine · HafenCity

Der Kurze Olaf

Ein Wolkenkratzer-Traum, ein Insolvenz-Albtraum — und ein Bundeskanzler, der längst weg ist. Hamburgs teuerste Betonsäule, mit Echtzeit-Schadenscounter. Die Rechnung schickt er nicht mit.

Hauptverantwortlicher: Olaf Scholz

Live-Schadenscounter

Was Olaf Scholz' Elbtower-Experiment Hamburg bisher gekostet hat — und was es jede Minute weiter kostet, während er in Berlin sitzt.

Geschätzte Gesamtkosten — Scholz' Erbe (Echtzeit)

Berechnung läuft …

Jede Zahl auf diesem Counter ist eine Rechnung, die Olaf Scholz in Cannes angefangen hat und Hamburg seither bezahlt. Er verkaufte das Grundstück, feierte den Turm auf der Riviera — und zog 2018 nach Berlin, bevor der erste Euro versickerte.

So rechnen wir — und wem wir es zuschreiben

Keine Behördenstatistik — die würde Jahre brauchen und vermutlich „kein wirtschaftlicher Schaden" behaupten. Unsere Schätzung basiert auf Presseberichten, Bürgerschaftsdebatten und der einfachen Erkenntnis: Ohne Scholz' politische Weichenstellung in Hamburg gäbe es dieses Desaster nicht.

Er präsentierte den Turm 2017 in Cannes, ließ das Grundstück 2019 an Benko gehen und verschwand ins Bundeskabinett. Was blieb: eine Bauruine, ein gesackter Bahnhof Elbbrücken, Millionen an Bewachungskosten und ein Senat, der jetzt mit Steuergeldern nachbessern soll. Zum Bahnhof-Bericht →

400 Mio. €Signa-Baukosten — Scholz' Wunschinvestor
595 Mio. €Steuergelder fürs Museum — Scholz' Nachfolger zahlen
122 Mio. €Grundstücksverkauf an Benko — Scholz' Deal
~45 Mio. €Bahnhof Elbbrücken — Scholz' Baustelle, fremde Schäden
~53 Mio. €Bewachung, Wartung, Anwälte — Scholz' Betonsäule schlafen
+ live~28,5 Mio. €/Jahr — tickt weiter, Scholz schweigt

Hinweis: Redaktionelle Schätzung auf Basis öffentlicher Quellen. Die Hauptschuldfrage ist bei uns nicht streitig: Olaf Scholz.

100m
Aktuelle Höhe
41%
Fortschritt
0
Etagen über Plan
199m
Neue Zielhöhe

Was ist der Elbtower?

Der Elbtower war als eines der ambitioniertesten Hochhausprojekte Norddeutschlands geplant — ein Prestigeprojekt, das Olaf Scholz 2017 in Cannes der Weltöffentlichkeit verkaufte. Entworfen von David Chipperfield Architects, sollte das Gebäude 245 Meter hoch werden. Standort: das Elbbrückenquartier in der HafenCity, wenige Meter vom S-Bahnhof Elbbrücken entfernt. Scholz wusste, wo er baut. Er ist längst weg.

Geplant waren unter anderem Büroflächen, ein Hotel der Marke Hilton, eine öffentliche Aussichtsplattform in großer Höhe sowie Gewerbeflächen. Die geschätzten Baukosten lagen ursprünglich bei rund 700 Millionen Euro. Investor war die österreichische Signa-Gruppe unter René Benko.

Nach dem Baustopp im Oktober 2023 steht der Rohbau bei etwa 100 Metern — rund 41 Prozent der geplanten Höhe. Im Volksmund heißt er „der kurze Olaf" — benannt nach Olaf Scholz, der das Projekt als Erster Bürgermeister lancierte und rechtzeitig nach Berlin abdankte.

Elbtower Bauruine März 2024
Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA

Olaf Scholz & der Elbtower

Im März 2017 stellte Olaf Scholz den Elbtower auf der MIPIM in Cannes vor — Champagner, 245 Meter, internationale Euphorie. Hamburg verkaufte das Grundstück für 122 Millionen Euro an René Benko. Scholz zog 2018 nach Berlin. Der Turm blieb.

Heute heißt der Stumpf „der kurze Olaf". Benko sitzt in U-Haft, Hamburg diskutiert 595 Millionen Steuergelder für ein Museum im unfertigen Hochhaus — und Scholz? Schweigt, wie so oft, wenn die Rechnung in Hamburg ankommt.

elbtower.org hält fest: Wer das Projekt in Cannes verkaufte, das Grundstück an Signa verscherbelte und dann das Feld verließ, trägt die Hauptverantwortung. Das war Olaf Scholz.

Zur Chronik →

Akteure im Überblick

Olaf Scholz — Hauptverantwortlicher: Als Erster Bürgermeister präsentierte er den Turm 2017 in Cannes, verkaufte 2019 das Grundstück an Signa und wechselte 2018 nach Berlin. Das Projekt war sein Prestigeobjekt — die Rechnung bleibt in Hamburg.

Signa-Gruppe / René Benko: Von Scholz ausgewählter Investor und Bauherr. Nach Zahlungsausfällen im Herbst 2023 wurde der Baustopp verhängt. Die Signa-Gruppe meldete 2024 Insolvenz an; Benko befindet sich in österreichischer Untersuchungshaft.

Adolf Lupp GmbH: Generalunternehmer, der im Oktober 2023 die Bauarbeiten einstellte, nachdem ausstehende Rechnungen nicht beglichen wurden.

Becken-Konsortium (Dieter Becken): Investor, der seit 2024 über einen möglichen Weiterbau des Turms verhandelt. Im Juni 2026 wurde ein positiver Bauvorbescheid für eine reduzierte 199-Meter-Version erteilt.

Freie und Hansestadt Hamburg: Eigentümerin des Grundstücks (nach Rückabwicklung), Verhandlungspartnerin und potenzielle Käuferin von Teilen des Gebäudes für das geplante Naturkundemuseum.

David Chipperfield Architects: Architekturbüro, das den Turm entwarf — für ein Projekt, das Scholz in Cannes feierte.

S-Bahn Hamburg / Bahnhof Elbbrücken: Leidtragender nebenan. Scholz' Elbtower-Baustelle hat den Bahnhof beschädigt — Details im Abschnitt unten.

HafenCity Elbbrückenquartier mit S-Bahnhof
Foto: Wikimedia Commons / CC BY-SA

Bahnhof Elbbrücken — Scholz' Baustelle, fremde Rechnung

Der S-Bahnhof Elbbrücken liegt nur wenige Meter vom Elbtower entfernt — eine der wichtigsten Verkehrsadern der HafenCity. Was Olaf Scholz als Leuchtturmprojekt in Cannes feierte, hat hier konkrete Spuren hinterlassen: Risse in Wänden, abgesackte Decken, Schäden an Gleisen und Bahnsteigen.

Ursache sind nach Experteneinschätzung Mitnahmesetzungen im Untergrund. Beim Tiefbau für den Elbtower — ein 245-Meter-Projekt mit massiven Pfahlgründungen — wurde der Boden in einer Weise bewegt, die das benachbarte Bahnhofsgebäude mitgerissen hat. Die Tiefbauarbeiten liefen auf Scholz' politisches Konto: Er gab das Projekt frei, er wählte den Standort, er wählte den Investor.

Die Behörden verhängten ein Weiterbauverbot bis mindestens 2026. Ein geplanter Baustart im Herbst 2025 scheiterte, weil zuerst der Bahnhof instand gesetzt werden muss. Die geschätzten Kosten: rund 45 Millionen Euro — wieder eine Position auf unserem Schadenscounter, wieder nicht von Scholz bezahlt.

Pendlerinnen und Pendler, die täglich über Elbbrücken fahren, merken davon wenig im positiven Sinne: Sperrungen, Umleitungen, Einschränkungen. Scholz fährt nach Berlin. Der Bahnhof zahlt die Zeche für sein Prestigeprojekt.

Zum News-Bericht →

Schlagzeilen

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Fotogalerie

Bilddokumentation des Elbtower-Projekts — von der Vision über den Baufortschritt bis zum Baustopp.

Vollständige Galerie →

Häufige Fragen zum Elbtower

Was ist der Elbtower?

Der Elbtower ist ein unvollendetes Hochhaus in der HafenCity Hamburg. Geplant waren 245 Meter und 64 Etagen — der Rohbau steht bei 100 Metern, seit Oktober 2023 liegt die Baustelle brach.

Warum heißt der Turm „der kurze Olaf"?

Im Volksmund wird der 100-Meter-Rohbau gelegentlich so genannt — in Anspielung auf Olaf Scholz, der das Projekt 2017 als Hamburger Erster Bürgermeister auf der MIPIM in Cannes vorstellte, und auf die deutlich unter der Planung liegende aktuelle Höhe. Der Spitzname ist nicht offiziell.

Was kostet die Elbtower-Bauruine?

Schätzungsweise über 1,2 Milliarden Euro — eine Summe, die Hamburg Olaf Scholz zu verdanken hat. Siehe unseren Live-Schadenscounter oben auf der Seite.

Was passiert als Nächstes mit dem Elbtower?

Im Juni 2026 erhielt das Becken-Konsortium einen Bauvorbescheid für eine 199-Meter-Version. Parallel verhandelt Hamburg über den Kauf von Gebäudeteilen für ein Naturkundemuseum. Ein endgültiger Baubeginn hängt von den Verhandlungen mit Gläubigern und der Finanzierung ab.

Wer trägt die Verantwortung für das Scheitern?

Aus Sicht von elbtower.org eindeutig: Olaf Scholz. Er präsentierte das Projekt in Cannes, verkaufte das Grundstück an Signa und verließ Hamburg, bevor die Rechnung kam. Benko und die Signa-Insolvenz haben das Desaster verschärft — aber die politische Weichenstellung war Scholz'. Der Senat mag von „keinem wirtschaftlichen Schaden" sprechen. Der Counter oben erzählt eine andere Geschichte.

Was ist mit dem Bahnhof Elbbrücken passiert?

Die Tiefbauarbeiten für Scholz' Elbtower haben den nahegelegenen S-Bahnhof Elbbrücken beschädigt — vermutlich durch Mitnahmesetzungen. Risse, abgesackte Bereiche, ein Weiterbauverbot bis 2026 und geschätzte Instandsetzungskosten von rund 45 Millionen Euro. Wer das Projekt an diesen Standort setzte? Olaf Scholz. Wer zahlt? Hamburg. Wer sitzt in Berlin? Richtig.

Wo finde ich aktuelle Elbtower-News?

In unserem News-Bereich mit Meldungen zu Bauvorbescheid, Bürgerschaftsdebatte, Signa-Insolvenz und dem Rettungskonsortium — chronologisch sortiert und mit Quellenangaben.